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Kirchen-News                 Luzern - Schweiz - Welt

 
 


Kanton Luzern / Bistum Basel


 

Felix Gmür wird neuer Bischof im Bistum Basel

 

Felix Gmür übernimmt mit der Bischofsweihe am 16. Januar 2011 das Bistum Basel von Kardinal Kurt Koch. Der Luzerner ist mit seinen 44 Jahren der jüngste Bischof der Schweiz. Nach Otto Wüst, Hansjörg Vogel und Kurt Koch ist Gmür der vierte Bischof in Folge, der eng mit dem Kanton Luzern verbunden ist.

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Verein für „Sans-Papiers“ in Luzern

Verschiedene Luzerner Organisationen und Einzelpersonen haben den Verein „Kontakt- und Beratungsstelle für Sans-Papiers Luzern“ gegründet. Seit 2008 erhalten Asyl Suchende mit einem Negativ-Asylentscheid (NAE) oder mit einem Nicht-Eintretens-Entscheid (NEE) lediglich Sozialhilfe. Auch dann, wenn ihre Rückkehr offensichtlich unzumutbar und unmöglich ist. Im Raum Luzern gibt es rund 2000 bis 5000 NAE's und NEE's. Nun soll in Luzern die Kontakt- und Beratungsstelle in kirchlichen Räumlichkeiten untergebracht werden. Bereits seit Ende Mai gibt es eine Gruppe von Jus-Studenten, die ehrenamtlich regelmässige Beratungen anbietet. Die Katholische Kirchgemeinde hat eine Anschubfinanzierung von 20'000 Franken zugesagt.

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Synode behandelte Missbrauch

Kirche soll aus Fehlern lernen

Die Synode der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Luzern verabschiedete am 3. November ein Dokument, das die Verantwortlichen in der Kirche in die Pflicht nimmt, alles daran zu setzen, künftig Missbrauchsfälle zu vermeiden. Gleichzeitig wehren sich die Synodalen gegen pauschale Verurteilungen. Die Synode genehmigte auch das Budget 2011 der Landeskirche. Der Voranschlag rechnet bei Einnahmen von rund 9 Millionen und Ausgaben von rund 9.5 Millionen Franken mit einem Defizit von einer halben Million Franken. Dass die Kirchgemeinden künftig ein Wahlrecht für die LeiterInnen von Pastoralräumen haben sollten, hielt die Synode nicht für nötig, obwohl derzeit im Bistum Chur die Kirchgemeinden vom Bischof ausgetrickst werden.

 


 

Neuer Luzerner Domherr

Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat Dr. Markus Thürig, Delegierter für das Bischofsvikariat Pastoral, zum residierenden Domherrn des Standes Luzern ernannt. Im Juni hatte der damalige Bischof Kurt Koch der Kantonsregierung Thürig als Nachfolger von Bischofsvikar Kurt Grüter vorgeschlagen. Thürig übernimmt das Amt des Domkanzlers.

 


 

Kruzifixe runter, Kreuze rauf !

Im Wallis wurde ein Lehrer entlassen, weil er Kruzifixe abhängte. Im luzernischen Triengen forderte ein deutscher Freidenker das Abhängen der Kruzifixe und wurde mit dem Tode bedroht. Einige Politiker des Kantons Luzern verlangen mit der Petition "Kruzifix-bleibt" von den Behörden, dass Kreuze und Kruzifixe in Öffentlichen Schulen und Gebäuden vorbehaltlos hängen bleiben und neu platziert werden dürfen. Und die Luzerner CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann will eine parlamentarische Initiative lancieren, die zum Ziel hat, dass "Symbole für christlich-abendländische Kultur im öffentlichen Raum" per Verfassung geschützt würden.

Mitte November hat sich das Luzerner Kantonsparlament der Meinung der Regierung angeschlossen. Der Regierungsrat legte dar, dass das Bundesgericht sich nur zu Kruzifixen (Kreuz mit Jesusfigur) in Schulzimmern geäussert habe, nicht aber zu Kreuzen. Demnach müssen lediglich Kruzifixe entfernt werden, wenn dies verlangt werde. Der Regierungsrat geht deshalb davon aus, dass schlichte Kreuze in Schulzimmern aufgehängt werden dürfen. Er habe den Vorschlag der Trienger Behörden unterstützt, die Kruzifixe durch Kreuze zu ersetzen.

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Kurt Koch wird Kardinal

Papst Benedikt XVI. hat Erzbischof Kurt Koch zum Mitglied der Glaubenskongregation berufen. Der Ökumene-Verantwortliche des Vatikans wurde gleichzeitig mit drei anderen Kurienkardinälen bzw. –Erzbischöfen ernannt, nämlich Peter Kodwo Appiah Turkson, Marc Ouellet und Angelo Amato.

Der Papst wird Kurt Koch zudem am 20. November zum Kardinal ernennen und ihm damit für die nächsten 20 Jahre das Stimmrecht bei Papstwahlen verleihen.

  


 

Erzbischof Koch verteidigt Theologische Fakultät Luzern

Erzbischof Kurt Koch, hat in einem Interview den Wert der Theologischen Fakultät der Universität Luzern betont und kritisierte die Worte des ehamaligen Uni-Rektors.

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Geplante Gebühren bei Bestattungen abgeschmettert

Die Stadt Luzern will das Reglement über das Bestattungs- und Friedhofwesen abändern und von den Angehörigen Kosten erheben.

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Islamische Studien an der Uni Luzern?  

Eine Flut von Leserbriefen löste die Ankündigung von Monika Jakobs, der Dekanin der Theologischen Fakultät der Uni Luzern, aus, in der sie den Wunsch nach einem Islam-Lehrstuhl für Kulturen des Islam in Europa und für muslimisch-christliche Forschung äusserte. Währenddessen starten in Deutschland gleich zwei islam-wissenschaftliche Fakultäten.

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Spirituelles Zentrum Mensch und Tier

Die "Aktion Kirche und Tiere" (Akut) plant ein "Spirituelles Zentrum Mensch und Tier" im Luzerner Hinterland.

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Luzerner Pastoralräume werden geschaffen - bis 2014 nur Anstellungen ad interim

Die 101 Pfarreien waren bisher in 85 politischen Kirchgemeinden organisiert und sollen bis im Jahr 2015 in 26 pastorale Grossräume umgestaltet werden, um Synergien zu zeugen und in der Pastoral flexibler wirken zu können.

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«Wie eine heisse Kartoffel»

Die 20-jährige Sura al-Shawk aus Ebikon darf seit über einem Jahr wegen ihres Kopftuches weder in der regionalen noch nationalen Liga Basketball spielen. Ihr Anwalt, Nationalrat Daniel Vischer, will nun abklären, ob ein Verbandsreglement generell stärker zu gewichten sei als die vom Staat und von den Menschenrechten garantierte Religionsfreiheit.

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Schweiz


 

Christian Meyer ist neuer Abt von Engelberg

Der 43-jährige Basler Christian Meyer wurde zum 59. Abt des Benediktinerklosters Engelberg gewählt. Pater Christian wirkt seit 1996 als Pfarrer in Engelberg und seit 2007 als Dekan des Kantons Obwalden. Er bezeichnet sich als Seelsorger mit Leib und Seele und ist als solcher auch äusserst beliebt. Er trat im Jahre 1988 in das Kloster Engelberg ein und wurde 1994 durch Weihbischof Paul Vollmar in Engelberg zum Priester geweiht. In seiner Freizeit ist Abt Christian ein begeistertes Mitglied des Jodlerklubs Engelberg, und auch in der Theatergruppe Engelberg übernahm er als Laienschauspieler grosse Rollen. Weiterhin will er als Religionslehrer an der Engelberger Dorfschule und an der Stiftsschule wirken.

 


 

Kirchen reagieren auf Ausschaffungs-Abstimmung

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) und die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) reagierten gemeinsam auf die Annahme der Ausschaffungs-Initiative. Sie rufen die eidgenössischen und kantonalen Behörden auf, für eine den Menschenrechten und der Bundesverfassung konforme Umsetzung der Ausschaffungsinitiative zu sorgen. Der SEK und die SBK hatten die Volksinitiative „für die Ausschaffung krimineller Ausländer" zur Ablehnung empfohlen. SBK und SEK rufen die eidgenössischen und kantonalen Behörden auf, die Initiative menschenrechts- und völkerrechtskonform sowie in Übereinstimmung mit der Bundesverfassung umzusetzen. Jeder Einzelfall müsse sorgfältig geprüft werden. Drohen im Empfängerland Verfolgung, Folter oder andere Menschenrechtsverletzungen, dürfen keine Ausschaffungen erfolgen.

 


 

Fastenopfer kreiert soziale Weihnachtsgeschenke

Das Hilfswerk "Fastenopfer" hat auf Weihnachten hin gerade für Menschen, die schon alles haben, eine Palette von sinnvollen "Geschenken für ein besseres Leben" kreiert: vom Baum und der Ziege für Haiti über den Honig von Laos bis zur Ausbildung von Bauern auf den Philippinen und von Laienanwälten in Kenia.

www.fastenopfer.ch/geschenke

 


 

Kinderbibel auf Rumantsch Grischun

Das katholische „Kirche in Not" hat die Übersetzung der Kinderbibel für rätoromanische Kinder in der Schweiz herausgegeben. In 140 Ländern wird diese spezielle Bibel zur Katechese verwendet.

 


 

Spar-Trip im reichen Zug

Nachdem der Kanton Zug mit seiner bürgerlichen Mehrheit das Kantonale Gleichstellungsbüro abgeschafft hat, hat nun die Reformierte Synode Zug die Schaffung einer Fachstelle Diakonie abgelehnt.

 


 

Bundesrat soll verfolgte Christen im Irak unterstützen

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) bittet den Bundesrat um Massnahmen zugunsten der christlichen Minderheiten im Irak. Die Berichte über Verfolgungen und Gewaltanwendungen haben in den letzten Wochen stark zugenommen. Der Rat des SEK bittet Bundesrätin Calmy-Rey, bei den Vereinten Nationen Massnahmen zugunsten der christlichen Minderheiten im Irak einzufordern, sei dies durch verstärkten Schutz oder vermehrte Beobachter. Die irakischen Christen gehören seit 2000 Jahren zur Geschichte und Kultur des Zweistromlandes und haben Anspruch auf eine Existenz in ihren angestammten Regionen.

 


 

Kapuziner sorgen weltweit für Schlagzeilen

Die Schweizer Kapuziner suchen seit Anfang November mit einem Inserat nach hochkarätigem Nachwuchs. Die Aktion löste weltweit Medienreaktionen aus. Im Inserat steht: «Wir suchen nach Vereinbarung einen oder mehrere Banker, Journalisten, Lehrer, Theologen, Kaufleute, Juristen, Kommunikationsspezialisten als Kapuzinerbruder». Das Inserat stösst offenbar auf grosse Resonanz.

 


 

Fernsehgottesdienste sehr beliebt

Das Schweizer Fernsehen strahlt auf SF 1 alle 14 Tage Gottesdienste aus, abwechslungsweise in Deutsch oder in Französisch und Italienisch mit deutscher Übersetzung. Nun hat das Schweizer Fernsehen eine Befragung zur Nutzung von Fernsehgottesdiensten in Auftrag gegeben. Befragt wurden 500 Frauen und Männer im Alter von 45 Jahren und älter in der Deutschschweiz. Die Hälfte der Befragten hält den gesellschaftlichen Nutzen der TV-Gottesdienste für hoch. Bei den jungen und bei den konfessionslosen Befragten bestätigen dies erstaunliche 25 Prozent. Für ein Viertel der TV-Gottesdienstnutzer spielt die Konfession keine Rolle. Hingegen ist der Livecharakter eines Fernsehgottesdienstes für die Mehrheit der Befragten wichtig oder sogar sehr wichtig. TV-Gottesdienste werden vor allem von einem kleinen, älteren, sehr konstanten Publikum geschaut. Bei den über 66-Jährigen sind es 16 Prozent. Gottesdienste am Fernsehen sind für ein Drittel der Nutzerinnen und Nutzer eine Alternative zu Gottesdiensten in einer Kirche.

 


 

Kein Religionsartikel in Bundesverfassung

Die Staatspolitische Kommission des Nationalrates (SPK) will die Bundesverfassung nicht mit einem Religionsartikel ergänzen. Sie hat sich gegen eine Standesinitiative des Kantons Basel-Stadt und auch gegen eine parlamentarische Initiative aus den Reihen der Evangelischen Volkspartei (EVP) ausgesprochen.

Die Mehrheit der Kommission vertrat die Auffassung, dass eine neue Verfassungsnorm und die Diskussion darüber das Zusammenleben der Religionsgemeinschaften eher erschweren als verbessern würden. Ein Religionsartikel wäre auch deshalb problematisch, weil der Staat in religiösen Fragen neutral sein müsse.

 


 

Kirchensteuern bestens verwendet

Eine Nationalfonds-Studie bescheinigt den Kirchen in der Schweiz einen sehr guten Umgang mit ihren Kirchensteuermitteln. Erstmals wurden in der Finanzanalyse Kirchen die komplizierten Finanzflüsse und Dienstleistungen von Religionsgemeinschaften in der Schweiz berechnet. Die römisch-katholische und die evangelisch-reformierten Kirchen erhalten demnach umgerechnet mindestens 556 Millionen Franken jährlich aus öffentlicher Hand. 1,3 Milliarden Franken kämen aus Kirchensteuern.

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Philipp Morris lässt Kirche darben

Die Neuenburger Kirchen verlieren eine ihrer wichtigsten Geldquellen. Der Zigarettenkonzern Philip Morris bezahlt ab diesem Jahr keine Kirchensteuern mehr, die in Neuenburg freiwillig sind. Für die Kirchen bedeutet das eine Einnahmeeinbusse von 10 bis 20 Prozent ihrer Budgets. Der Entscheid stellt den Fortbestand von zahlreichen sozialen Leistungen der Kirche in Frage, vor allem in Krankenhäusern, Altersheimen und Gefängnissen.

 


 

Bibeln und Koran verbrennen

Zwei Inder und ein Schweizer wollten am 5. November auf dem Berner Bundesplatz Bibeln und Korane verbrennen. Sie wurden bereits am Vorabend vor Ort von der Polizei aufgegriffen und für drei Tage inhaftiert. Die drei Männer kritisierten gewisse Bibel- und Koranstellen als pornografisch und gewaltverherrlichend. Zwei der drei Männer gehörten der Walliser Sektion der Freidenker an. Diese distanzierten sich allerdings von der Aktion auf dem Bundesplatz.

 


 

Herbert-Haag-Preis an Verborgene Kirche und Walter Kirchschläger

Die Preise der Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche gehen im kommenden Jahr einerseits an die Verborgene Kirche Tschechiens und der Slowakei und andererseits an den Luzerner Bibelwissenschaftler Walter Kirchschläger. Die Verborgene Kirche führte das Leben der Kirche unter der kommunistischen Herrschaft trotz ständiger Bedrohung und heftiger Verfolgung im Untergrund weiter. Entgegen genommen von Untergrundbischof Dušan Špiner aus Olmütz und Weihbischof Václav Malý aus Prag.

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Kapuziner suchen Nachwuchs per Inserat

Die Schweizer Kapuziner versuchen mit Inseraten im Kader-Stellenanzeiger Nachwuchs zu finden. "Wir suchen nach Vereinbarung einen oder mehrere Mechaniker, Schreiner, Gärtner, Krankenpfleger, Katecheten, Banker,  Kaufleute, Juristen, Theologen, Kommunikationsspezialisten als Kapuzinerbruder", heisst es im Inserat. Speziell sind jedoch die Anstellungsbedingungen. Statt zeitgemässer Entlöhnung bieten die Kapuziner Gemeinschaft und soziale Sicherheit.

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Boris Becker prellt Hochzeits-Pfarrer

Boris Becker (42) wollte die Rechnung an seinen Traupfarrer Brent Fisher nicht bezahlen, der für den Segen in St. Moritz statt der vereinterten rund 2000 Franken stolze 9600 Franken verrechnete. Am 12. Juni 2009 heiratete Becker seine Braut, Lilly Kerssenberg, in der Kapelle «Regina Pacis» am St. Moritzer Suvretta-Hang. Das Gericht verpflichtete nun Becker zu einer Zahlung von rund 2000 Franken plus Gerichtskosten von über 2000 Franken.

 


 

Leitlinien für Sterbebegleitung

Bund und Kantone haben sich auf nationale Leitlinien für die Sterbebegleitung geeinigt. Sie erzielten einen Konsens darüber, welche Ziele die Begleitung von Schwerstkranken in der letzten Lebensphase verfolgen soll, wann sie einsetzt und wer sie erbringt.

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Abtwahl im Kloster Engelberg

Abt Berchtold Müller tritt nach 22 Jahren als Abt der Benediktiner von Engelberg zurück. Am 27. November wird der Nachfolger von der Klostergemeinschaft gewählt. Aussichtsreiche Kandidaten sind die Patres Andri Tuor, Guido Muff und Christian Meier.

 


 

Aus für Theologische Fakultät Lausanne

Die theologisch-religionswissenschaftliche Fakultät der Universität Lausanne ist keine Fakultät christlicher Theologie mehr. Sollte sich die Entchristlichung auch nach Genf und Neuenburg ausweiten, müssten die Kirchen die Einrichtung einer alternativen Ausbildungsstätte erwägen.

 


 

Firmen zahlen weiterhin Kirchensteuer

Aktiengesellschaften müssen Kirchensteuern weiterhin zahlen, auch wenn der einzige Aktionär konfessionslos ist, entschied das Schweizer Bundesgericht Mitte Oktober. Ein Schwyzer Einmann-IT-Unternehmer hatte sich als Konfessionsloser gegen die Steuer als juristische Person gewehrt. Das Bundesgericht wies in seinem Urteil darauf hin, dass die 130-jährige Rechtsprechung nur geändert werden könnte, wenn veränderte tatsächliche Verhältnisse oder gewandelte Rechtsanschauungen eine andere Lösung erfordern.

 


 

Nachtruhe ohne Kirchenglocken

Der nächtliche Glockenschlag stört immer mehr Menschen. Christian Frei aus dem zürcherischen Gossau klagte erfolglos das Recht auf Nachtruhe von Mitternacht bis sechs Uhr früh beim Bundesgericht ein. Er hofft nun, dass er vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg Recht bekommt. Es werden auch vermehrt Vorschläge laut, man solle das Kirchengeläute am Sonntagmorgen abschaffen.

 


 

Zumthor-Projekt auf Insel Ufenau kann gebaut werden

Der Regierungsrat des Kantons Schwyz hat Einsprachen gegen das geplante Ausflugsrestaurant auf der Insel Ufenau abgelehnt. Der Bau des Restaurants, das vom renommierten Architekten Peter Zumthor in der Form eines Blattes konzipiert wurde, ist der Realisierung ein Stück weit näher gerückt. Die Gegner wollen den Fall jedoch juristisch weiterziehen, nötigenfalls bis vor Bundesgericht. Sie sind überzeugt, dass die Bauherrin, das Kloster Einsiedeln, vom Regierungsrat bevorzugt behandelt wurde.

 


 

Zunehmende Distanz zwischen Staat und Kirche in der Romandie

Die reformierten Pfarrer des Kantons Waadt fallen aus der kantonalen beruflichen Vorsorgekasse raus.

Die reformierte Landeskirche hatte ihren früheren Status als „Eglise nationale“ bei der Revision der Kantonsverfassung 2003 verloren. In Genf, wo Kirche und Staat seit 1905 ganz getrennt sind, werden die Schülerlisten den Kirchen künftig vorenthalten. 

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Hat Google Gott fotografiert?

Die Strassen-Kameras von Google haben eigenartige, verschwommene Gestalten fotografiert. Laut "Blick" sei sogar Gott, Maria mit dem Jesuskind oder der Bruder Klaus auf Google-Bildern von Winterthur und Thalwil sowie vom Walensee und einem St. Galler zu sehen.

 


 

Bischof Genoud gestorben

Der Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, Bernard Genoud, ist am 21. September im Alter von 68 Jahren seinem Krebsleiden erlegen.

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Rücktritt des Churer Bischofs gefordert - ein zweiter Fall Haas?

Der Wunsch des Churer Bischofs, der 43-jährigen Martin Grichting zum Weibischof zu ernennen, stösst bei Pfarrern, bei den Landeskirchen sowie in der Bischofskonferenz  auf Widerstand. Sogar Rücktritsforderungen werden laut. Künftig will Bischof Huonder auch das neue Wahlrecht von Gemeindeleitern durch die Kirchegemeinden aushebeln. Und drittens hat sich die Churer Bistumsleitung durch die Diskriminierugn von Homosexuellen neue Feinde geschaffen.

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"Reformierte Kirche Schweiz" schrumpft, wird älter, ärmer und sucht nach Identität im Glauben

Die Zahl der Protestanten in der Schweiz wurde in den letzten 50 Jahren von fast 60% auf 30% halbiert und wird weiterhin schrumpfen. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) wünscht sich zudem auf Landesebene eine feste Struktur unter dem Namen "Evangelische Kirche Schweiz" oder "Reformierte Kirche Schweiz". Die meisten Kantonalkirchen sind misstrauisch und lehnen es ab.

Auch will der SEK in den reformierten Kirchen ein landesweit einheitliches Glaubensbekenntnis einführen - und stossen bei der Basis ebenfalls auf Skepsis.

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Kirchenschliessungen in Basel

Drastische Sparmassnahmen zwingen die Basler Katholiken, neue Einnahmequellen für ihre Kirchen zu finden. Selbst der Abbruch von Kirchen ist möglich. Der Kirchenrat der römisch-katholischen Kirche Basel-Stadt will künftig nur noch vier der zwölf Kirchen für Gottesdienste nutzen.

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Altar von Pipilotti Rist in St. Galler Dom?

Der Altar unter die Kuppel der St. Galler Kathedarale soll künstlerisch dem barocken Umfeld angepasst werden. Im Künstlerwettbewerb finden sich Stars wie Francisco Aires Mateus und Pipilotti Rist.

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Erste Solarkirche der Schweiz

Am 19. September wurde das Solardach der Kirche Halden in der Stadt St. Gallen gefeiert. Die Haldenkirche wurde 1986 gebaut und erhielt ein Schrägdach aus Eternit. Dieses musste ohnehin saniert werden. Die Solaranlage hat eine Leistung von 46.4 kWp und wird einen Energieertrag von rund 44200 kWh pro Jahr produzieren, was den Jahresverbrauch von zwölf Haushaltungen decken kann. Die Photovoltaik-Solarzellen ermöglichen die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie. Das Stadtparlament St. Gallen hatte zuvor einstimmig einen Kredit von 410 000 Franken gesprochen für eine Solaranlage auf der ökumenischen Kirche Halden. Betrieben wird die Photovoltaikanlage von den Sankt Galler Stadtwerken, das Dach stellen die Kirchgemeinden kostenlos zur Verfügung.

 


 

Bischöfe empfehlen 2 x NEIN zur Ausschaffung von Ausländern

Mit Blick auf die Volksabstimmung vom 27. November über die Eidgenössische Volksinitiative "Für die Ausschaffung krimineller Ausländer" und den Gegenvorschlag der Eidgenössischen Räte gibt die Schweizer Bischofskonferenz zu bedenken, dass die bestehenden rechtlichen Regelungen genügen, um ausländische Straftäter, die schwere Vergehen begangen haben, aus der Schweiz auszuweisen. Die Annahme der Ausschaffungsinitiative schaffe gravierende zusätzliche ethische und völkerrechtliche Probleme. Und der Gegenvorschlag sei unnötig, weil er an der derzeitigen rechtlichen Situation de facto kaum etwas ändern würde.

 

 
 


International


Dalai Lama zieht sich zurück

Der Dalai Lama möchte sich „in einigen Monaten" ins Privatleben zurückziehen. Das meldet die Nachrichtenagentur Ansa. Er verbinde damit die Hoffnung, eines Tages in seine Heimat Tibet zurückkehren zu dürfen. In einem Fernsehinterview mit dem Sender CNN sagte er außerdem, dass er eine definitive Entscheidung erst nach Beratungen mit der tibetischen Exilregierung treffen werde.

 


 

Prominenter Kirchenaustritt

Der Saarbrücker Professor Gotthold Hasenhüttl ist aus der staatskirchenrechtlichen Körperschaft der katholischen Kirche ausgetreten. Im Sommer 2003 wurde er vom Priesteramt suspendiert und im Januar 2006 wurde ihm die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen, weil Hasenhüttl am Rande des 1. Ökumenischen Kirchentags 2003 in Berlin bei einer Eucharistiefeier in der Gethsemanekirche auch evangelische Christinnen und Christen zur Kommunion eingeladen hatte. Mit seinem Teil-Austritt aus der Kirche folgt Hasenhüttl dem Beispiel von Professor Hartmut Zapp aus Freiburg, der den selben Schritt bereits im Jahr 2007 vollzogen hat, und von Dr. Andreas Janker aus Regensburg im Jahr 2010. Für die deutsche Kirche wird die Frage immer virulenter, welche Bedeutung das vatikanische Schreiben des „Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte" von 2006 hat, das – wie Hasenhüttl – zwischen der Kirche als „Leib Christi" und der juristischen Körperschaft unterscheidet.

 


 

Fanatische Hindus vergewaltigen Nonne

In Indien hat eine öffentliche Hetzkampagne gegen eine Christin begonnen, die vor zwei Jahren von 50 hinduistischen Männern vergewaltigt und öffentlich gefoltert worden war, ohne dass die Polizei eingegriffen hatte. Die heute 29-jährige Inderin Meena Barwa aus dem Servitenorden war im August 2008 im indischen Bundesstaat Orissa eines der ersten Opfer einer Welle von Gewalt geworden. Die Regierung war gegenüber der Gewalt gegen Christen untätig geblieben. Nachdem die Schwester nun ihren mutmaßlichen Tätern gegenübergestellt worden war, wird sie selbst als kriminell dargestellt. Außerdem werden die Kirche und die Menschenrechtsorganisationen von vielen Medien in dem Land kritisiert.

 


 

US-Pfarrer warnt vor Facebook

Ein US-Pfarrer hält neuerdings ein elftes Gebot für die Mitglieder seiner Gemeinde im Staat New Jersey bereit. Mit «Du sollst nicht facebooken» könnte die Anweisung zusammengefasst werden. Damit kämpft Cedric Miller gegen die Verlockungen, die seiner Ansicht nach im sozialen Netzwerk allerorten zum Ehebruch anstiften. 20 Paare aus seiner Gemeinde habe Facebook im vergangenen halben Jahr in Probleme gestürzt. Stets habe einer der Partner eine eigentlich schon erloschene Flamme via Internet wiedergetroffen - und die Liebe neu entfacht. Nun reicht es dem Pfarrer: 50 verheiratete Gemeindeälteste müssen ihre Facebook-Profile löschen oder von ihrem Amt zurücktreten. Zuvor schon hatte Miller den rund 1'100 Mitgliedern seiner Gemeinde, der Living Word Christian Fellowship Church in der Stadt Neptune, von der Kanzel aus geraten, ihren Ehepartnern die Passwörter zu ihren Profilen zu verraten.

 


 

Papstbesuch in Deutschland: Freude herrscht

Papst Benedikt XVI. reist im September 2011 nach Deutschland und wird in den Erzbistümern Berlin und Freiburg sowie im Bistum Erfurt zu Gast sein. Es handelt sich um die dritte Deutschlandreise des Papstes. Nach dem Besuch des Weltjugendtags 2005 in Köln und der Pastoralreise nach Bayern 2006 ist die bevorstehende Visite der erste Staatsbesuch von Benedikt XVI. in seinem Heimatland und wird mit einer Rede im Bundestag verbunden sein.

 


 

Royals beleidigt - Bischof suspendiert

Peter Broadbent (58), anglikanischer Bischof von Willesden, ist nach lästerlichen Bemerkungen über das britische Königshaus vom Dienst suspendiert worden. Der Londoner Bischof Richard Chartres forderte ihn auf, sich "bis auf Widerruf" öffentlicher Auftritte zu enthalten. Broadbent hatte der angekündigten Ehe von Prinz William und Kate Middleton im sozialen Netzwerk Facebook eine maximale Lebensdauer von sieben Jahren eingeräumt. Zudem hatte er sich über das Äussere von Thronfolger Prinz Charles und seine verstorbene Ex-Frau Prinzessin Diana lustig gemacht. Nach Protesten hatte sich Broadbent umgehend öffentlich entschuldigt und "einen grösseren Fehler seines Urteilsvermögens" eingeräumt. Ausserdem übermittelte er Charles und den verunglimpften Royals persönlich sein "tiefes Bedauern" über seine Äusserungen; er wünsche dem Brautpaar "eine glückliche und lebenslange Ehe".

  


 

Bald Messen in der Hagia Sophia?

Im Streit um die Hagia Sophia in Istanbul hat ein führender Berater des türkischen Religionsamtes vorgeschlagen, das historische Gotteshaus an Werktagen für muslimische Gebete und sonntags für christliche Gottesdienste freizugeben. Damit könne nicht nur ein Kompromiss im Tauziehen um die Hagia Sophia erzielt werden. Die im vierten Jahrhundert erbaute Hagia Sophia gehörte über ein Jahrtausend zu den wichtigsten Kirchen der Christenheit. Nach der Eroberung Konstantinopels diente sie 500 Jahre lang als wichtigste Moschee des Osmanischen Reiches. Seit der Gründung der Türkischen Republik vor 30 Jahren wird das Bauwerk als Kulturdenkmal und Museum geführt. Um interreligiösen Zwist zu vermeiden, darf es seither überhaupt nicht mehr für religiöse Zwecke genutzt werden.

 


 

 

Streicht Belgien Feiertage?

Die belgische Regierung will fünf christliche Feiertage streichen. Laut Vorschlägen einer Arbeitsgruppe sollen demnach Ostern, Pfingsten, Christi Himmelfahrt, Mariä Himmelfahrt und Allerheiligen nicht mehr arbeitsfrei sein. Je nach Konfession sollen Arbeitnehmer stattdessen zwei zusätzliche arbeitsfreie Tage erhalten. Die Arbeitsgruppe schlug ausserdem vor, das Tragen religiöser Symbole für Schüler höherer Jahrgangsstufen wieder zuzulassen, Lehrkräften selbiges jedoch zu untersagen.

 


 

Kuba öffnet Priesterseminar

Die katholische Kirche in Kuba hat erstmals seit der Revolution von 1959 ein neues Priesterseminar eröffnet. Staatspräsident Raúl Castro und mehrere Regierungsfunktionäre nahmen an der Einweihung teil, ebenso ein Gesandter des Vatikans und Kirchenvertreter aus aller Welt. Das Priesterseminar südöstlich der Hauptstadt Havanna wurde mit Mitteln der Kirche und Spenden aus dem Ausland, darunter auch aus Deutschland, erbaut. Seit dem Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1998 hat Kubas Regierung schrittweise Zugeständnisse an die katholische Kirche gemacht. Im vergangenen Juli vermittelte Erzbischof Ortega auf Wunsch Raúl Castros die Freilassung von 65 politischen Häftlingen.

 


 

Dialogkonferenz in Iran

Spitzenvertreter des Vatikans und des schiitischen Islam trafen sich Mitte November in der iranischen Hauptstadt Teheran. Das dreitägige interreligiöse Kolloquium beschäftigte sich mit dem Thema „Religion und Gesellschaft“ aus islamischer wie aus christlicher Sicht. Veranstalter waren der Päpstliche Dialograt unter Kardinal Jean-Louis Tauran und das Teheraner „Zentrum für interreligiösen Dialog“. Die Teilnehmer der Konferenz besuchten auch die Stadt Qom, das Zentrum schiitischer Gelehrsamkeit.

 


 

Anglikanische Bischöfe werden katholisch

Fünf Bischöfe der anglikanischen Kirche wollen tatsächlich zur katholischen Kirche übertreten. Das bestätigte die katholische Bischofskonferenz von England und Wales. Genau ein Jahr nach einer entsprechenden Entscheidung des Papstes setzen die Bischöfe Andrew Burnham, Keith Newton, John Broadhurst, Edwin Barnes und David Silk darauf, dass die katholische Kirche eigene Strukturen für frühere Anglikaner einrichten will. Diese erlauben es ihnen, auch innerhalb der katholischen Kirche bisherige Traditionen zu behalten. Die katholischen Bischöfe wollen nun über die Schaffung eigener Strukturen für übergetretene Anglikaner beraten.

 


 

Massenautritte in Finnland

Nach einer Talksendung im finnischen Fernsehen erfuhr die Evangelisch-Lutherische Kirche eine Welle von Kirchenaustritten. In der Sendung hatten Vertreter der Kirche gesagt, sie hielten Homosexualität für eine Sünde, daher sollte die Kirche gleichgeschlechtliche Paare nicht trauen. Noch während der Sendung schnellte die Zahl der Kirchenaustritte nach oben. Die Webseite www.eroakirkosta.fi zeigt die aktuelle Zahl der Kirchenaustritte an. Innert zehn Tagen traten 37.000 Finnen aus der Kirche aus. Inzwischen seien es vermutlich 40 000 Personen, die die Kirche aus diesem Grund verliessen.

 


 

Papst weihte Gaudì-Kathedrale ein und nahm Zapatero ins Gebet

Benedikt XVI. besuchte vom 6.-8. November Santiago de Compostela und Barcelona. Am Abend des 6. November flog der Papst von Compostella nach Barcelona, wo er in einer feierlichen Messe die "Sagrada Familia" einweihte. Der Bau der Basilika, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, wurde vom Architekten und Bildhauer Antoni Gaudì entworfen und begonnen. Für Gaudì ist ein Seligsprechungsverfahren im Gang. Im Verlauf der Visite traf Benedikt XVI. auch mit dem spanischen Königspaar zusammen sowie dem sozialistischen Regierungschef Joseluis Zapatero. Dieser liefert sich immer wieder heftige Auseinandersetzungen mit den spanischen Bischöfen bezüglich Themen wie Lebensschutz, Ehe und Familie.

 


 

Weltjugendtag 2015 in Rio

Der Weltjugendtag der katholischen Kirche, der im kommenden Sommer in Madrid stattfindet, soll vier Jahre danach im brasilianischen Rio de Janiero durchgeführt werden. Es wäre nach 1987 in Buenos Aires der zweite katholische Weltjugendtag (WJT) in Lateinamerika. Offiziell verkündet Papst Benedikt XVI. den Austragungsort zum Abschluss des Weltjugendtages in Madrid.

 


 

 

Sexueller Missbrauch

Der Vatikan verschärft und beschleunigt das innerkirchliche Verfahren bei Missbrauchsfällen. Und in Deutschland und Österreich laufen Kontroversen bezüglich der Höhe von finanziellen "Entschädigungen" an Missbrauchsopfer.

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Religiöse US-Analphabeten

Obwohl die meisten US-Amerikaner an die Existenz eines Gottes glauben, gibt es in den USA offenbar beträchtliche Wissenslücken zu Religions- und Glaubensfragen. So wissen einer Pew-Umfrage zufolge 53 Prozent der Protestanten in den Vereinigten Staaten nicht, dass die evangelische Kirche auf Martin Luther zurückgeht. Dies wiederum wissen 70 Prozent der Juden und 68 Prozent der Atheisten. 71 Prozent der Befragten nannten Bethlehem als Geburtsort Jesu, 47 Prozent identifizierten den Dalai Lama als Buddhisten und 52 Prozent erkannten Ramadan als den Namen des Fastenmonats im Islam. Im Durchschnitt hätten die Befragten die Hälfte der 32 Fragen richtig beantwortet. Atheisten und Agnostiker schnitten mit 21 Richtigen am besten ab. Relativ gut Bescheid wussten auch Juden und Mormonen mit jeweils 20 richtigen Antworten. Die Protestanten lagen bei 16 Richtigen, Evangelikale bei 17,6 und Katholiken bei 14,7 richtigen Antworten. 45 Prozent der befragten Katholiken haben nicht gewusst, dass nach katholischer Lehre bei der Wandlung im Abendmahl Brot und Wein zum Leib und Blut Jesu Christi werden.

 


 

Christen in Irak verfolgt - wegen Christen

Christen werden im Irak zunehmend verfolgt. Der Grund ist aber nicht nur der Fundamentalismus der muslimischen Mehrheit im Lande, sondern auch die evangelikalen, missionarisch auftretenden christlichen Gruppen aus den USA, die im Irak zunehmend an Einfluss gewinnen.

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Wachsende Kluft zwischen Pfarrern und Kirchenleitung

Eine breit angelegte Studie in Österreich belegt, dass eine wachsende Kluft zwischen Seelsorgern und Bischöfen entsteht. 79 Prozent der 500 befragten Pfarrer sind für die Abschaffung des Pflichtzölibats. Eine stärkere Öffnung der katholischen Kirche für die moderne Welt wollen auch 64 Prozent der befragten Pfarrer.

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Kantonales Pfarreiblatt

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