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LeserInnen-Reise nach Iran (16.-30. April 2010)

1001 Nacht erleben - Reise nach Iran

 
 

Decke der Freitags-Moschee in Isfahan

 

 

 

 

Privataudienz beim Ayatollah (rechts Reiseleiter Prof. Banki)

 

 

 

 

Lebendige Stimmung auf dem Bazaar von Teheran

 

 

 

 

Fastenbrechen in einer Teheraner Familie

 

 

 

 

Reliefs in Persepolis

 

 

 

 

33-Bogen-Brücke in Isfahan

 

 

 

 

Gelehrter in der Pilgerstadt Qom

 

 

 

 

Wanderung in der Wüste

 

 

Kultur- und Begegnungs-Reisen in fremde Zivilisationen vertiefen das Wissen über die eigene und über fremde Religionen und wandelt diffuse Ängste und Feindbilder in ein lebendiges Interesse. Iran, das moderne Persien, verdient eine differenzierte Betrachtung.

 

Die Abstimmung über das Minarett-Verbot hat einmal mehr gezeigt, dass viele Schweizerinnen und Schweizer Vorbehalte gegenüber dem Islam haben - nicht auf Grund tiefer persönlicher und geistiger Auseinandersetzung, sondern aus Unkenntnis und durch negative Beeinflussung von Medien und Populisten.

 

Über iranische Machtpolitik berichten westliche Medien oft, die Komplexität von Land und Bevölkerung können sie aber unmöglich vermitteln. Die Kultur des alten Persien, die Schönheit von Moscheen, Gärten und Palästen, die Lebendigkeit der Märkte, der tiefe und zugleich schwindende Glauben der Schiiten, die islamisch geprägte Politik und das ambivalente Verhältnis zur westlichen Zivilisation müssen vor Ort erlebt werden. Die iranischen Reiseleiter vermitteln uns Kontakte mit Menschen und Gruppen, die im politischen und religiösen, sozialen und kulturellen Bereich engagiert sind. Und zwischen Stadtführungen und Begegnungen in Teheran, Shiraz, Yazd, Isfahan und Qom wandern wir in zwei kargen Steinwüsten.

 

Leitung

Lukas Niederberger, Zentralredaktor, Luzern

Prof. Dr. Farsin Banki, Teheran

 

Verbindliches Vorbereitungstreffen

Wir klären unsere persönlichen Ziele und Motive der Reise, bestimmen die im Vorfeld der Reise zu studierenden Texte und Themen, erhalten Informationen über das Land, die Menschen, die Religionen und besprechen die konkreten Vorbereitungen.

20. -21. Februar, 11.00 - 13.00 Uhr

 

Detail-Informationen / Anmeldung bis 15. Februar

Redaktion Kantonales Pfarreiblatt

Waldstätterstrasse 9

6003 Luzern

079 395 72 56

pfarreiblatt@mailworld.ch

(Bitte e-mail-Adresse für weitere Kontakte angeben)

 

Detailprogramm

 

1. Tag             Freitag, 16.4.:   Anreise nach Iran

Abflug nach Teheran mit Iran Air von Genf. Ankunft in Teheran spät am Abend.

 

2. Tag           Samstag, 17.4.:   Teheran

Zum Auftakt unserer Reise besichtigen wir nach dem Frühstück das Nationalmuseum. Nach der Besichtigung gehen wir alle gemeinsam zum nahgelegenen Basar von Teheran mit einem Abstecher zur Ex-Schah Moschee aus dem 19.Jh. Am Abend Treffen mit Menschen aus dem sozialen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Bereich.

 

3. Tag           Sonntag, 18.4.:   Teheran

Messbesuch in armenischer Kirche von Teheran. Besuch der Moschee und des Wohnhauses von Revolutionsführer Ayatollah Chomeini. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Abendsi Überraschungsbesuch.

 

4. Tag           Montag, 19.4.:   Teheran --> Shiraz

Wir besuchen das Saad Abad Palastmuseum. Nachmittagsflug nach Shiraz; Übernachtung und fakultatives Abendessen im Hotel.

 

5. Tag           Dienstag, 20.4.:   Shiraz und Persepolis

Wir besichtigen die weltberühmte antike Königsresidenz Persepolis, die unter dem Schutz der UNESCO steht. Die von Darius dem Großen gegründete Residenzstadt beeindruckt den Besucher v.a. durch die riesigen Palastbauten der Herrscher. Wer einmal die Reliefs des Apadana gesehen hat oder im Hundertsäulensaal gestanden ist, wird diesen Moment nie vergessen. Ein weiterer Höhepunkt ist die Besichtigung der achämenidischen Felsgräber von Naqsh-e Rostam mit zahlreichen gut erhaltenen Felsreliefs. Abendessen in einem traditionellen Restaurant. Besuch des Mausoleums des Dichters Hafiz.

 

6. Tag           Mittwoch, 21.4.:   Shiraz --> Yazd

Besichtigung des Paradiesgartens „“Eram“, Fahrt nach Pasargade, der ersten Hauptstadt der Achämeniden. Besuch des Grabmals vom Kyros, dem Gründer dieser Dynastie. Vorbei an der verlassenen Karwansereien Weiterfahrt nach Yasd.

  

7. Tag           Donnerstag, 22.4.:   Yazd

Den ganzen Tag verbringen wir in Yazd, einer typischen Wüstenstadt, deren Architektur an das heiße Klima angepasst ist. Yazd ist das Zentrum der traditionellen Brokat- und Seidenherstellung. Wir besichtigen u.a. das Feuerheiligtum der großen zoroastrischen Gemeinde, die Altstadt mit ihren Lehmziegelhäusern und Zisternen und die Freitagsmoschee. Am Nachmittag machen wir Spaziergang durch die Altstadt. Wir streifen die monumentale Tekiye Amir Chaqmaq auf der Fahrt zu einer Zur-Khane-wörtlich Haus der Kraft - einer traditionellen Sportstätte, die auf vorislamische Traditionen zurückgeht.

 

8. Tag           Freitag, 23.4.:   Yazd

Morgens Ausflug nach Chak Chak, wo sich ein Heiligtum der Zoroastrier befindet; Wanderung in der Wüste.  Rückkehr nach Yazd über Meybod: Besuch einer Keramikfabrik. Wir besuchen am Nachmittag die „Türme des Schweigens“, wo die Anhänger Zarathustras ihre Toten aussetzten. 

 

9. Tag           Samstag, 24.4.:  Yazd --> Isfahan

Auf dem Weg nach Isfahan halten in Na’in, um eine der ältesten Sakralbauten des Iran, aus dem Jahr 960, zu sehen. Direkt gegenüber befindet sich ein restauriertes Herrenhaus aus spätsafawidischer Zeit, in dem sich heute ein interessantes, ethnologisches Museum befindet. Weiterfahrt nach Isfahan.

 

10. Tag           Sonntag, 25.4.:  Isfahan

Wir verbringen den Tag mit Besichtigungen in dieser fast 1600 Meter hoch gelegenen Stadt und beginnen mit der monumentalen Freitagsmoschee, die von den Seldschuken bis zu den Qadjaren nahezu ein Jahrtausend sakraler Architektur repräsentiert. Später sind wir im armenischen Viertel Djolfa. Hier hat Shah Abbas im Jahr 1603 armenische Christen angesiedelt, um Isfahan zum Zentrum des Seidenhandels zu machen, der damals von Armeniern betrieben wurde. Wir besichtigen die Vank Kathedrale, die größte der armenischen Kirchen Isfahans .Gegenüber befindet sich ein Museum, das Einblick in die Geschichte und den Alltag einer christlichen Gemeinde in einem muslimischen Land gewährt. Wir genießen die schönen, historischen Brücken über den Fluss Zayandehrud. Auf dem Weg zu unserem Abendessen im historischen Abassi Hotel besuchen wir den Gartenpavillon Hasht Behesht im Nachtigallen-Park. 

 

11. Tag           Montag, 26.4.:  Isfahan

Wir beginnen unsere Besichtigung mit dem Chehel Sotun  Palast, dem Imam Platz, mit 500 x 165 m das monumentale Zentrum der Stadt, dem Imam Moscheenkomplex mit seinen türkisen Fayencen, wir besteigen den Ali Qapu Torpalast und bestaunen das safawidische Meisterwerk, die Sheikh Lotfollah Moschee. Der Nachmittag gehört Ihnen zum Schlendern und Einkaufen im kaiserlichen Basar.

 

12. Tag           Dienstag, 27.4.:  Isfahan --> Qom

Fahrt durch eine malerische Landschaft nach Natanz zur Besichtigung der Freitagsmoschee aus dem 14. Jh. Anschließend Besuch des Fingartens und des Boroudjerdi-Hauses in Kashan. Mittagessen. Weiterfahrt in die Pilgerstadt Qom. Hotelbezug für drei Nächte in Qom.

 

13. Tag           Mittwoch, 28.4.:  Qom

Besuch der Ayatollah-Mar'aschi-Bibliothek mit den wertvollen antiken Büchern und Manuskripten aus frühislamischer Zeit bis zur Gegenwart. Nachmittags Diskussion an einer Theologischen Stätte, Besuch und Diskussion mit Professoren einer Islamisch-Theologischen Fakultät. Abends Besuch einer Pilgerstätte ausserhalb Qom.

 

14. Tag           Donnerstag, 29.4.:  Qom

Besuch beim Radio „Call for Islam“ und Privataudienz bei einem Ayatollah.

 

15. Tag           Freitag, 30.4.:  Qom --> Teheran --> Genf

Fahrt zum Flughafen. Abflug erfolgt um 11:30 nach Genf. Ankunft in Genf um 15:15 Ortszeit.

 
 
 
 

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