Fastenaktion / HEKS und HSLU
Luzernerin gestaltet Hungertuch
Alessandra Jenni aus Ballwil hat das neue Hungertuch für die kommende Fastenzeit gestaltet. Sie gewann den Wettbewerb, den die kirchlichen Hilfswerke mit der Hochschule Luzern lancierten.

Das Hungertuch-Bild von Alessandra Jenni thematisiert die Verbindung von Mensch, Erde und Nahrung. Bild: Fastenaktion und Heks
Ein Bild soll dazu einladen, «sich mit dem Thema Hunger, Nahrung, fruchtbarer Boden auseinanderzusetzen». So lautete die Aufgabe, mit der die Hilfswerke Fastenaktion und HEKS an Studierende der Hochschule Luzern (HSLU), Abteilung Design, Film, Kunst, gelangten. Dreizehn Künstler:innen haben die Herausforderung angenommen. Ziel der Zusammenarbeit war es, junge Menschen mit diesem Thema zu konfrontieren.
Mensch, Erde und Nahrung
Gewinnerin des Wettbewerbs ist Alessandra Jenni (26) aus Ballwil. Ihr Werk «Was uns trägt» wird in den kommenden zwei Jahren während der Fastenzeit in den Schweizer Kirchen hängen. Die Künstlerin war an der Vernissage nicht anwesend, hält aber in ihrer Beschreibung zum Bild fest, dass dieses die Verbindung von Mensch, Erde und Nahrung thematisiere. Die Hand im Bildzentrum könne für Fürsorge wie für Verantwortung stehen, aber auch für die Erde selbst, «die uns trägt und ernährt». Das Wurzelsystem in der unteren Bildhälfte symbolisiere die unsichtbaren Zusammenhänge zwischen Boden, Nahrung, Gemeinschaft und Leben.
Die Jury hält fest, dass das Bild tradierte Symbole modern interpretiere. Das Bild mit seinen warmen Erdfarben sei ausdrucksstark und biete zugleich viele Details zur Betrachtung. Der Preis ist mit 3000 Franken dotiert, 2000 Franken kommen für die weitere Bearbeitung zu Kampagnenzwecken hinzu.
