Alle Behörden still gewählt

Die Mitglieder der Synode, der Kirchenräte und Rechnungskommissionen sind für die Amtsperiode 2026 bis 2030 still gewählt worden. In fünf Kirchgemeinden traten allerdings Bisherige wider Willen nochmals an.

Von Dominik Thali |  25.02.2026

Kirchenrat/Kirchenrätin zu sein ist eine vielseitige Aufgabe, bei der Verantwortung und Kreativität zusammenkommen. An einer Tagung zum Thema «Kirche und Klima» am 20. April 2024 in Sursee. | Bild: Dominik Thali

Die Kirchgemeindepräsidien von Altishofen-Nebikon, Hellbühl, Luthern und Rickenbach sowie die Kirchmeierin von Grossdietwil hatten zurücktreten wollen, stellten sich am 
2. Februar (Eingabefrist) dann aber doch erneut zur Verfügung. Andernfalls hätte am 22. März eine Urnenwahl mit einer mangels Kandidaturen leeren Liste stattfinden müssen – ein aufwendiges und kostspieliges Verfahren.

«Jetzt erst recht»

Es werde «immer schwieriger», Personen für die kirchlichen Ämter zu finden», sagt Synodalrätin Annegreth Bienz-Geisseler, die das Ressort Kirchgemeinden und Synodalkreise führt. Einerseits machten sich die Kirchenaustritte bemerkbar, andererseits stellten sich Personen eher für Projekte zur Verfügung als für Ämter. Synodalverwalter Charly Freitag stellt aber auch das Umgekehrte fest: «Kirche und Gesellschaft verändern sich. Genau das löst bei vielen auch ein ‹Jetzt erst recht› aus», sagt er.

Das zeigt sich zum Beispiel in der Synode, dem kantonalen Kirchenparlament. Hier steigen am 1. Juni 71 bisherige und 29 neue Mit­glieder in die neue Amtsperiode. So wenige Wechsel gab es seit mindestens 2006 nicht mehr.

Auf Ortsebene wurde am 2. Februar in 72 der 80 Kirchgemeinden still gewählt – insgesamt 380 Mitglieder von Kirchenräten sowie die Rechnungskommissionen. In 15 Kirchgemeinden wurden neue Präsidien gewählt, in 10 eine neue Kirchmeierin oder ein neuer Kirchmeier. Amtsantritt ist ebenfalls am 1. Juni.