Das Auszeithaus zieht ins Kloster Stans

Nach 15 Jahren im Stift St. Michael in Beromünster zieht das Auszeithaus 2027 nach Stans. Im ehemaligen Kloster der Kapuzinerinnen eröffnen sich für den Verein neue Chancen.

Von Sylvia Stam |  12.06.2026

Brigitte Drescher (links) ist Co-Leiterin des Auszeithauses, Sr. Sabine Lustenberger wirkt dort als Seelsorgerin. | Bild: zVg

Wer Abstand vom gewohnten Umfeld braucht, kann im Auszeithaus Ruhe finden und Kraft schöpfen, eingebettet in eine offene, christliche Spiritualität. Der Verein Auszeithaus ist seit fünfzehn Jahren in zwei historischen Gebäuden des Stifts St. Michael in Beromünster beheimatet. Nun soll für das Auszeithaus eine neue Ära anbrechen. Der Verein und die Stiftung Kloster St. Klara in Stans haben eine Absichtserklärung unterzeichnet: Demnach soll das Auszeithaus in das historische Konventsgebäude des früheren Kapuzinerinnenklosters einziehen. Die Schwestern haben dieses Ende 2023 
verlassen und wohnen seither im Zentrum St. Anna in Luzern. Sobald die Finanzierung gesichert ist und die Baubewilligungen vorliegen, soll der Mietvertrag unterzeichnet werden, teilen Verein und Stiftung mit. Der Umzug ist für die zweite Hälfte 2027 vorgesehen. Der Standort Beromünster würde dann aufgegeben. 

Platz, Infrastruktur, Garten

«Mehr Platz, eine geeignete Infrastruktur und der grosszügige Klostergarten ermöglichen uns, das bewährte Angebot weiterzuentwickeln und auszubauen», sagt Brigitte Drescher, Mitbegründerin des Auszeithauses, gemäss Mitteilung. Mit dieser Zusammenarbeit gehe auch der Wunsch der Kapuzinerinnen in Erfüllung, dass christliche Spiritualität vor Ort geteilt und gelebt werde. Oberin Schwester Sabine Lustenberger ist schon heute als Seelsorgerin im Auszeithaus tätig. Sie freut sich, mit dem Umzug nach Stans «an die Geschichte dieses Ortes im Heute anzuknüpfen». 

Studien zu Wohnnutzung

Die Finanzierung für den Umbau der Räumlichkeiten sowie eines Teils der Einrichtung soll über Beiträge von Stiftungen und Privaten geschehen. Aktuell werden die diversen Klostergebäude von rund 70 Unternehmen aus Gewerbe, Kultur und Gesundheitsbereich genutzt. Die Klosterkirche dient der Pfarrei Stans. Studierende der Hochschule Luzern untersuchen derzeit, wie auf dem Areal passende Wohnnutzungen umgesetzt werden könnten. Ziel der Studien ist ein Architekturwettbewerb.
 

Das Areal des Kapuzinerinnenklosters in Stans. | Bild: zVg