Der Kleiderladen ohne Preisschilder
Im «Offenen Kleiderschrank» Sursee erhalten armutsbetroffene Menschen kostenlos Kleider und mehr. Jetzt hat das Team dafür den «Dank Dir!»-Preis 2026 erhalten.
Das Team des «Offenen Kleiderschranks» bei der Preisverleihung am 21. Mai. | Bild: Roberto Conciatori
Kleider und Schuhe, Taschen, allerlei Accessoires, Schulrucksäcke oder Bettwäsche: Die Auswahl ist breit. Im grossen Raum im Murihof im Surseer Kirchenbezirk gehen Menschen ein und aus, die ihr Geld gut einteilen müssen: Armutsbetroffene aus Sursee und Umgebung. Im «Offenen Kleiderschrank» können sie sich kostenlos bedienen. Diese Möglichkeit nutzten letztes Jahr um die 100 Familien, 400 bis 500 Personen insgesamt. Letztes Jahr war der Kleiderschrank an 54 Halbtagen offen. Freiwillige – zurzeit elf – prüfen und sortieren, was Monat für Monat angeliefert wird: 40 bis 50 Säcke.
2000 Franken Preisgeld
Der «Offene Kleiderschrank» entstand 2015/16, als viele Flüchtlinge in die Schweiz kamen. Die Solidarität war auch in Sursee gross. Die dortige Arbeitsgruppe Flüchtlinge gelangte darauf an die ökumenisch getragene Soziale Arbeit der Kirchen, die seither den «Kleiderschrank» mit einem Team von Freiwilligen betreut. Dafür hat dieses am 21. Mai den «Dank Dir!»-Preis 2026 für Freiwilligenarbeit erhalten.
Der «Dank Dir!»-Preis wird seit 2014 vergeben, jeweils als Überraschung. Drei Fahnen weisen nun während eines Jahres in Sursee auf die Auszeichnung hin. Dotiert ist der Preis mit 2000 Franken.
Der «Offene Kleiderschrank» befindet sich in einem Raum des Murihofs im Surseer Kirchenbezirk. | Bild: Roberto Conciatori