Die bunte Kirchenwelt – gedruckt

Das kantonale Pfarreiblatt verbindet die Pastoralräume. 24 Jahre nach dem Entstehen des Trägervereins erscheint es neu gestaltet: farbiger, luftiger, heutigen Lesegewohnheiten entsprechend.

Von Dominik Thali |  27.02.2026

Die Seiten der Zentralredaktion entstehen im Team: Sylvia Stam und Dominik Thali sind dafür seit sechs Jahren verantwortlich. | Bild: Gregor Gander

Das Pfarreiblatt ist ein bunter Gemischtwarenladen. Mit Selbstbedienung. Die Zentralredaktion – Sylvia Stam und Dominik Thali – produziert zweiwöchentlich die überregionalen Seiten. Die Redaktionen in den Pastoralräumen stellen daraus und mit ihrem Stoff ihr eigenes Pfarreiblatt zusammen. Sie gewichten das kirchliche Geschehen unterschiedlich; das Lokale steht gewöhnlich im Vordergrund. Das Pfarreiblatt sieht so am Ende 25-mal anders aus, ist aber mit einer Gesamtauflage von rund 127'000 Exemplaren die grösste gedruckte Publikation im Kanton Luzern. Zum Vergleich: Die «Luzerner Zeitung» bringt es auf rund 83'500 Exemplare.

Ein Miteinander seit bald 60 Jahren 

Seine Vielfalt zeichnet das Luzerner Pfarreiblatt gegenüber starren Modellen in anderen Kantonen aus. Die Geschichte dazu reicht bis ins Jahr 1969 zurück, als die damalige Pfarreiblatt-Gemeinschaft Luzern gegründet wurde, und ist eng mit der Initiative der heutigen Brunner Medien AG in Kriens verknüpft, die immer noch viele Pfarreiblätter druckt. 2002 ging die Pfarreiblatt-Gemeinschaft in den Verein Kantonales Pfarreiblatt Luzern über. Jetzt, 24 Jahre später, hat das Pfarreiblatt ein neues Kleid erhalten – mit mehr und grösseren Bildern, abwechslungsreicher gestalteten Seiten und einem gut lesbaren Schriftbild.

Redaktionell unabhängig

Im Sommer 2013 übertrug der Verein die Zentralredaktion der Landeskirche. Er besteht jedoch weiter – eine wichtige Voraussetzung, um die redaktionelle Unabhängigkeit zu wahren. Inzwischen gehören mit zwei Ausnahmen (Oberkirch und Meierskappel) alle Kirchgemeinden dem Pfarreiblatt an.