Gemeinsam Kirche sein

Vor 25 Jahren wurde die «Charta Oecumenica» unterzeichnet.  Darin verpflichten sich die Kirchen zu mehr Zusammenarbeit. Letztes Jahr erschien eine aktualisierte Fassung.

Von Sylvia Stam |  15.04.2026

Nikitas Loulias (Mitte), Erzbischof von Thyateira und Grossbritannien, und Gintaras Linas Grusas (rechts), Erzbischof von Vilnius, übergeben die aktualisierte «Charta Oecumenica» an Papst Leo XIV. Bild: KNA

Der 22. April 2001 war ein Meilenstein für die Ökumene in Europa. Die Konferenz Europäischer Kirchen und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen unterzeichneten gemeinsam die «Charta Oecumenica».

Selbstverpflichtung

Das Dokument will die ökumenische Zusammenarbeit unter den Kirchen Europas fördern, indem diese gemeinsam das Evangelium verkünden, gemeinsam handeln und miteinander beten. Die Kirchen sind aber auch zum gemeinsamen interreligiösen Dialog, zur Mitgestaltung Europas, zur Föderung des Friedens und zur Bewahrung der Schöpfung aufgerufen. Die Charta versteht sich als Selbsverpflichtung ohne lehramtliche Verbindlichkeit. Die drei Luzerner Landeskirchen formulierten 2004 Leitlinien und Anregungen, wie die Charta Oecumenica vor Ort umgesetzt werden könnte.

Im November 2025 wurde in Rom eine aktualisierte Fassung der Charta unterzeichnet.  Diese berücksichtigt die ökumenischen Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehne. Es gibt neue Absätze zu Frieden, Migration, Digitalisierung, Europa und Welt. Ein eigenes Kapitel betont die Bedeutung junger Menschen für die Kirchen von heute und morgen.

 

Referat an der Uni Luzern

Referat von Lea Schlenker zur Revision der Charta Oecumenica anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums am 23.4., 18.15–20.00, Ökumenisches Institut der Uni Luzern

Detailinfos zum Anlass